Das Foto zeigt die Flatliner Falls, die Stelle, an der Carl Schneider am 2. Oktober 2010 auf dem Upper Blackwater River in West Virginia ertrank. Diese klassische Wildwasserstrecke der Klasse V führte 400 Kubikfuß pro Sekunde (cfs), ein hoher, aber häufig befahrener Wasserstand, als eine Gruppe von sieben erfahrenen Paddlern unterhalb der Fälle einstieg. Hier verfehlte der 35-jährige Schneider einen Boof und wurde seitlich über eine etwa 1,80 Meter hohe Kante gespült. Sein Bug prallte gegen Felsen am Grund, und die linke Seite seines Bootes wurde gegen eine Unterwasserfelsenkante geschleudert, die aus der Kante herausragte (im Vordergrund). Es kam zu einem schrägen, senkrechten Aufprall, wobei die Strömung ihn gegen sein Achterdeck drückte. Es gab keine Luftblase. Dieses Foto wurde von JB Sea bei einem Wasserstand von 200 cfs aufgenommen, also weniger als der Hälfte dieses Wertes. Bei 400 cfs liegt die Felskante unter Wasser.
Seine Freunde eilten herbei und positionierten sich beidseitig der Abbruchkante. Eine Leine wurde quer über den Fluss gespannt, und einer aus der Gruppe watete damit zum markierten Punkt hinaus. Mit etwas Mühe gelang es ihm, hinter den Felsvorsprung und aus der Strömung zu gelangen. Er packte Herrn Schneider am Arm und versuchte vergeblich, ihn zu befreien. Weitere Paddler kamen hinzu, und jemand hatte eine Leine mit einem Karabinerhaken dabei. Die Leine wurde am Heck befestigt, das Boot wurde angehoben und über den Felsen gezogen, sodass es freigespült werden konnte. Anschließend lösten sie die Spritzdecke und zogen Herrn Schneider aus dem Kajak. Obwohl er nur 5–6 Minuten unter Wasser gewesen war, blieb die Reanimation erfolglos. Ein örtlicher Rettungsdienst traf ein und brachte ihn zurück in die Zivilisation.