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Dolores River (CO)

Der Dolores River zeichnet sich durch eine beeindruckende Vielfalt an Landschaften aus, von seinen unberührten Quellgebieten in der Lizard Head Wilderness bis zu den roten Sandsteinschluchten an der Mündung in den Colorado River, 230 Kilometer flussabwärts. Das Einzugsgebiet beherbergt seltene Uferlebensräume, Pflanzengemeinschaften sowie einheimische Fische und Wildtiere. Traditionell basierte die Wirtschaft der Region hauptsächlich auf Bergbau und Landwirtschaft, wobei letztere stark von der Wasserentnahme und -versorgung aus dem Dolores River abhängig ist. Der Rückgang traditioneller Industriezweige, gepaart mit einem wachsenden Tourismus, hat zu erheblichen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Veränderungen geführt. Die Gemeinden im Einzugsgebiet stehen vor der Herausforderung, Wege zu finden, ihr langfristiges wirtschaftliches und kulturelles Wohlergehen zu verbessern und gleichzeitig die Gesundheit der Landschaft zu bewahren.

In den vergangenen vier Jahrzehnten haben Paddler gemeinsam mit lokalen Gruppen und Nichtregierungsorganisationen das Einzugsgebiet des Dolores River geschützt und die Möglichkeiten für mehrtägige, qualitativ hochwertige Flusstouren verbessert – nach dem Grand Canyon die zweitbesten. In Partnerschaft mit den Dolores River Boating Advocates, unserem lokalen Partnerverein, und anderen Organisationen und Unternehmen setzt sich American Whitewater aktiv für den langfristigen Schutz des gesamten Dolores-River-Korridors und für eine Erhöhung der Wassermenge im McPhee-Stausee für Freizeitzwecke ein, sobald die Schneelage dies zulässt. 

Als langjähriges Mitglied der Dolores River Coalition setzen wir uns für einen dauerhaften und langfristigen Schutz des Flusses und seiner Schluchten durch Bundesgesetzgebung ein. Jahrzehntelange, lokale und parteiübergreifende Bemühungen gipfelten kürzlich im „Dolores River National Conservation Area and Special Management Area Act“, der von Senator Bennet und Senator Hickenlooper maßgeblich vorangetrieben wurde. Der Gesetzentwurf, der über 50 Kilometer Flusslauf flussabwärts des McPhee-Staudamms schützt, wurde bereits mehrfach eingebracht und zuletzt im Dezember 2025 erfolgreich vom Senatsausschuss für Energie und natürliche Ressourcen verabschiedet. American Whitewater wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass dieser breit unterstützte Gesetzentwurf den Kongress passiert, und wird auch zukünftig nach Möglichkeiten suchen, die nördlichen, flussabwärts gelegenen Schluchten des Dolores River zu schützen.

Die Bemühungen zum Schutz des Dolores River und seiner umliegenden Landschaft sind entscheidend, um den Fluss vor weiterer Ausbeutung seiner Wasser- und natürlichen Ressourcen zu bewahren. Die Auswirkungen des McPhee-Staudamms auf den Unterlauf des Dolores River haben jedoch bereits Schäden an den Ökosystemen flussabwärts und am Wildwassersport verursacht. Aufgrund der zunehmenden Trockenheit und der Wasserrechte im McPhee-Stausee gibt der Staudamm nur in Jahren mit Wasserüberschuss Wasser flussabwärts ab, und diese Jahre werden immer seltener. American Whitewater arbeitet seit Jahrzehnten an der Entwicklung gemeinsamer und innovativer Lösungen, um die Wasserführung flussabwärts des Staudamms zu verbessern. In Jahren mit Wasserüberschuss trifft sich American Whitewater wöchentlich mit Staudammbetreibern, Bewässerungslandwirten und Fischereibiologen, um die Möglichkeiten für den Wassersport und den ökologischen Nutzen des flussabwärts fließenden Wassers zu maximieren.